< zurück 14.07.2017

ORCA's Immobilienkrimi: Das verborgene Verhältnis von Länge und Breite


Die Maße einer Wohnung sind vor allem für Mieter offensichtlich, ein Maßband und bei Bedarf ein Taschenrechner reichen bereits aus, um Licht in die Wohnflächenberechnung zu bringen. Werden diese Größen jedoch zur Unbekannten deklariert, können Mythen entstehen - und für mächtig Ärger sorgen.

Von der unumstößlichen Macht der Zahlen - die Wohnflächenberechnung

Stimmen nun die 92,54 m² oder nicht? Genau darauf lief ein Fall hinaus, der eine überraschende Wendung nehmen sollte: Eine Vermieterin nutzte diese Flächenangabe bereits seit geraumer Zeit als Berechnungsgrundlage zur Nebenkostenabrechnung für ihre Mieterin. Es erscheint zunächst als logisch, dass eine angekündigte Mieterhöhung auch darauf fußte. Nur war jetzt die Mieterin nicht mehr damit einverstanden und bestritt die Flächenangabe - und damit die Mieterhöhung. Wir suchten die Fortsetzung in der Akte, erwarteten wir doch eine Flächenberechnung der Mieterin: Länge mal Breite und das Raum für Raum - dem war jedoch nicht so. Sie beließ es einfach bei dem Widerspruch unter Verweis darauf, dass die Fläche so nicht stimme.

Zunächst sahen das auch die Vorinstanzen so, sie gingen davon aus, dass eine Mietpartei nicht selbst für die Vermessung von Wohnraum verantwortlich sei. Uns erschien das schlüssig: Wenn ich etwas vermiete, sollte ich doch wissen, wie groß die Räume sind? Darauf zielte der BGH in seinem abschlägigen Urteil vom 31.05.2017 (Az. VIII ZR 181/16) auch gar nicht ab, es ging viel mehr um das Vorgehen der Mieterin: Sie hatte keine eigene Angabe zur Wohnfläche vorgelegt, sondern pauschal die Angabe der Vermieterin bestritten - das reicht zur Abwehr einer Mieterhöhung ganz offensichtlich nicht aus.

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Samira Kukulka, Head of Marketing

Samira Kukulka

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