< zurück 13.10.2017

ORCA's Immobilienkrimi: Mietminderung wegen Nachtabsenkung - berechtigt oder nicht?


Für diesen Fall mussten wir uns nachts mit einem Thermometer bewaffnet auf die Lauer legen: die Mieter hatten eine Mietminderung geltend gemacht, weil die Raumtemperatur in ihrer Wohnung sogar in den Morgenstunden kaum über 16 ° C stieg. Die Vermieterin hatte an der Heizung eine Nachtabsenkung eingestellt und fühlte sich im Recht. Wir gingen der Sache auf den Grund.

Mindesttemperatur für Wohnräume auch nachts einzuhalten

Zu Beginn der Heizperiode hatte die von uns beobachtete Vermieterin eine Nachtabsenkung für die Zeit von 0 bis 6 Uhr an der Heizungsanlage festgelegt. Allerdings beklagten die Mieter, dass sie regelmäßig nur 16 oder 17 ° C in Ihren Wohnräumen messen konnten - und das zwischen 8 und 9 Uhr morgens. Behaglich ist dies nicht, sodass die Mieter eine Neueinstellung der Heizung verlangten. Damit stießen sie bei ihrer Vermieterin auf taube Ohren, sie meinte nämlich, für die Nachtstunden würden 16 ° C ausreichen.

Die Bedürfnisse in Bezug auf die Temperatur in Wohnräumen mögen unterschiedlich sein, der eine mag es kühl, der andere braucht warme Räume. Die Mindesttemperatur von 18 ° C muss jedoch auch in den Nachtstunden zu erreichen sein, um ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen. Das Amtsgericht Köln befand dann auch, dass die betreffenden Wohnräume nachts auf eine Temperatur von wenigstens 18 ° C zu heizen sein müssten, sollte im Mietvertrag nicht explizit anderslautende Regelungen getroffen worden sein - und das war hier nicht der Fall, wie wir schnell herausfanden. Damit lag ein Mangel vor, der schnellstens von der Vermieterin zu beheben war. (AG Köln, Urteil vom 5.7.2016, Az: 205 C 36/16)

 

 

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Samira Kukulka, Head of Marketing

Samira Kukulka

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