< zurück 23.06.2017

ORCA's Immobilienkrimi: Schönheit liegt im Auge des Betrachters - oder doch nicht?


 

Über Geschmack lässt sich trefflich streiten - und so war es für uns bei diesem Fall gar nicht so einfach, eine klare Position einzunehmen: Ein Mieter hatte seiner Kreativität bei der Gestaltung seiner Wohnräume freien Lauf gelassen, schließlich hatte er diese unrenoviert übernommen. Sein Vermieter wollte diese Auffassung von Schönheit nicht teilen und bestand beim Auszug auf eine erneute Renovierung - wir nahmen die Ermittlung auf.

Gefährliche Klauseln im Mietvertrag: Die Schönheitsreparaturen

Zunächst befassten wir uns mit den vereinbarten Vertragsklauseln zum Thema Schönheitsreparaturen, war es doch bislang üblich, diese in die Verantwortung des Mieters zu übertragen: Wollte dieser ausziehen, hatte er für neue Anstriche oder Tapeten sowie bei Bedarf für gestrichene Heizkörper, Türen und Fenster (zumindest innen) zu sorgen. Allerdings stießen wir bei unseren Ermittlungen auf einige interessante BGH-Urteile aus der letzten Zeit, wie beispielsweise unter dem Aktenzeichen BGH VIII ZR 185/14.

So einfach, wie sich das der Vermieter in unserem Fall gedacht hatte, lag der Fall nämlich gar nicht: Wurde die Wohnung vom Mieter unrenoviert übernommen, musste er ja bereits bei seinem Einzug die Gebrauchsspuren des Vormieters beseitigen. Es ist deswegen nicht zumutbar, dass er dann auch noch die Wohnung renovieren soll, will er selbst wieder ausziehen. Er würde die Räume somit in einem besseren Zustand zurückgeben, als er Sie erhalten hatte. Für den BGH eine klare Sache - für uns auch: Schönheitsreparaturen gehören dann in die Zuständigkeit des Vermieters, wenn der Wohnraum bei Mietbeginn nicht den Eindruck einer frisch renovierten Wohnung vermittelte.

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Samira Kukulka, Head of Marketing

Samira Kukulka

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