< zurück 28.07.2017

ORCA's Immobilienkrimi: Wenn ein Tag über das Schicksal entscheidet


Das ist ein klarer Fall - unsere Vorfreude war groß, schien die Sachlage doch eindeutig: Eine Vermieterin hatte Eigenbedarf vorgegeben, um eine Kündigung auszusprechen. Als der Mieter sich weigerte, erhob sie Räumungsklage und der Mieter gab nach. Allerdings verlor die Vermieterin den Prozess. Alles sah zunächst günstig für den ehemaligen Mieter aus - und dann die fatale Sache mit der Verjährung.

Die gefährlichen Fristen: Mieter geht leer aus

Für den Mieter einer Wohnung brach eine Welt zusammen, als seine Vermieterin Eigenbedarf für ihren Sohn geltend machte. Erst nach Erhebung der Räumungsklage gab er auf und suchte sich ein neues Zuhause. Vielleicht hätte er noch etwas abwarten sollen, denn die Klage wurde abgewiesen. Nachdem er feststellen musste, dass die Wohnung mitnichten vom Sohn der Vermieterin bezogen worden war, verklagte der diese auf Schadenersatz. Die neue Wohnung kommt ihn deutlich teurer, außerdem hatte er die vollkommen unnötigen Umzugskosten zu stemmen - rund 10.000 Euro verlangte er deswegen.

Für uns war die Angelegenheit klar: Die Räumungsklage war nicht rechtens, also steht dem Geschädigten auch der Ersatz der Kosten zu. Weit gefehlt! Wir mussten die Daten nochmals genau recherchieren, um den Fehler zu entdecken: Gekündigt wurde ihm die Wohnung zum 30.04.2012, ausgezogen war er zum 01.12.2012. Die Schadenersatzklage ging am 01.01.2016 bei Gericht ein - und da war sie, die Verjährung: Sie begann Ende 2012 und dauerte dann drei volle Jahre, also bis zum 31.12.2015. Um einen Tag wurde die Frist überschritten - und der Schadenersatz löste sich in Luft auf. (AG Mannheim, Urteil vom 3.5.2017, Az: 8 C 6/16)

 

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Samira Kukulka, Head of Marketing

Samira Kukulka

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